Panik

Inhaltsverzeichnis
Es beginnt ganz leise
Manchmal beginnt es ganz unscheinbar.
Das Herz klopft schneller als sonst. Dir wird schwindelig. Du fühlst einen Druck im Brustkorb. Ein flaues Gefühl im Magen breitet sich aus.
Und dann schießt es dir durch den Kopf: Oh Gott. Was passiert hier?
Innerhalb weniger Sekunden steigert sich alles. Dein Atem wird flacher. Deine Gedanken rasen. Dein Körper fühlt sich völlig fremd an.
Dann kommt die Angst dazu, gleich umzufallen. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Und irgendwann dieser Gedanke: Ich sterbe.
Obwohl du vielleicht einfach nur im Supermarkt stehst. Im Auto sitzt. Oder abends auf dem Sofa bist.
Es fühlt sich an wie ein Notfall. Wie ein Zusammenbruch. Wie das Ende von allem.
Du befindest dich gerade mitten in einer Panikattacke.
Was passiert da eigentlich?
So bedrohlich es sich anfühlt, dein Körper funktioniert ganz normal. Du bist nicht krank. Du bist nicht in Lebensgefahr.
Dein Nervensystem schaltet in den Alarmmodus.
Adrenalin wird ausgeschüttet. Das Herz schlägt schneller. Die Atmung verändert sich. Die Muskeln spannen sich an.
All das ist ein uraltes Schutzprogramm. Gedacht für Situationen, in denen wir kämpfen oder fliehen müssen.
Nur ist in diesem Moment meist keine reale Gefahr da.
Es fühlt sich dramatisch an. Aber es ist kein Zusammenbruch. Dein Körper will dich gerade einfach beschützen. Im Moment ist er jedoch ein wenig zu wachsam.
Warum trifft es dich plötzlich?
Eine erste Panikattacke entsteht selten aus dem Nichts. Oft gehen ihr Wochen oder Monate von Anspannung voraus. Dauerstress. Innere Konflikte. Zu wenig Erholung. Zu viel Verantwortung.
Dein Nervensystem steht dauerhaft unter Strom. Wie ein Rauchmelder, der immer empfindlicher geworden ist.
Und irgendwann reicht ein kleiner Auslöser. Ein schneller Herzschlag. Hitze. Enge. Ein Gedanke.
Dann kippt das System.
Die erste Panikattacke ist häufig der Moment, in dem dein Körper deutlich sagt: So geht es nicht weiter.
Die Zeit danach
Was viele noch mehr belastet als die Attacke selbst, ist das Danach. Die Unsicherheit. Das Misstrauen gegenüber dem eigenen Körper.
Kommt das wieder? Was, wenn ich dann nicht wegkann? Was, wenn wirklich etwas mit mir nicht stimmt?
Man beginnt, in sich hineinzuhorchen. Vermeidet bestimmte Orte. Beobachtet jede kleine Veränderung.
Und die Angst vor der Angst beginnt...
Dabei ist eine Panikattacke zwar extrem unangenehm, aber sie ist nicht gefährlich.
Sie kommt. Und sie geht auch wieder. Immer.
Wenn du das weißt, nimmt es ihr ein Stück von ihrem Schrecken.
Und manchmal passiert genau dadurch etwas Wichtiges. Denn wenn die Angst vor der Angst kleiner wird, verliert auch die Panik nach und nach an Kraft.
Du bist nicht falsch
Wichtig ist mir, dir zu sagen: Panik bedeutet nicht, dass du zu schwach bist. Und sie bedeutet auch nicht, dass du verrückt bist.
Sie ist ein Zeichen dafür, dass du überlastet bist. Dass dein Nervensystem viel zu lange viel zu viel getragen hat.
Eigentlich funktioniert dein Körper erstaunlich gut. Er meldet sich nämlich, um dir ganz deutlich zu sagen: Es ist zu viel geworden.
Eine Panikattacke ist kein Versagen. Sie ist ein deutliches Signal.
Ich weiß, wie schwierig es ist, wenn die Angst erst einmal da ist. Aber es ist möglich, wieder Sicherheit zu finden.
Genau aus diesem Grund habe ich mein kleines Buch geschrieben.
Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Begleiter. Gedacht für den Moment, in dem Angst oder Panik plötzlich auftauchen. Zum Nachschlagen. Zum Festhalten. Zum Wiederorientieren.
Etwas, das man einfach bei sich tragen kann. Und aufschlagen, wenn innen wieder alles beginnt zu schwanken.
Denn manchmal tut es einfach gut, etwas in der Hand zu haben.
Sinneswandlerin
Den Link zum Buch findest du hier: https://amzn.eu/d/0gva61TK
Wenn du es liest und es dir hilft, freue ich mich sehr über eine Rückmeldung.

