Wenn sich der Sturm von draußen nach innen überträgt

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Kennst du das Gefühl, dass du eigentlich gar nichts „Großes“ erlebt hast – und trotzdem bist du innerlich unruhig? Dein Körper ist angespannt, der Kopf voll, die Stimmung irgendwie gedrückt. Und du fragst dich, was eigentlich los ist.
Manchmal liegt es gar nicht an unserem persönlichen Leben, sondern an dem, was um uns herum passiert. Nachrichten über Kriege, Krisen, politische Spannungen – wir sind einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt. Auch wenn wir bewusst darauf achten, nicht alles an uns heranzulassen, sickert doch vieles durch. Und ohne es zu wollen, tragen wir den Sturm von draußen mit nach innen.
Wie sich das zeigen kann
Vielleicht schläfst du schlechter. Oder du bist schneller gereizt. Vielleicht hast du das Bedürfnis, dich zurückzuziehen – fühlst dich gleichzeitig aber unruhig. Das alles sind ganz normale Reaktionen auf eine Welt, die sich gerade unsicher anfühlt. Besonders sensible Menschen nehmen das feiner wahr, selbst wenn sie sich bemühen, auf Abstand zu gehen.
Was helfen kann
Du musst nicht immer funktionieren. Und du musst nicht alles aushalten. Viel wichtiger ist, dass du gut für dich sorgst.
Das kann zum Beispiel bedeuten, den Nachrichtenkonsum bewusst zu reduzieren. Vielleicht schaust du nur einmal am Tag rein – oder auch mal ein paar Tage gar nicht. Es ist völlig in Ordnung, nicht alles wissen zu wollen.
Bewegung kann helfen, die innere Anspannung loszuwerden. Du musst dafür kein ausgiebiges Workout machen – ein Spaziergang an der frischen Luft, ein paar einfache Dehnübungen oder barfuß durch den Garten laufen reichen völlig aus. Hauptsache, du kommst wieder in Kontakt mit deinem Körper.
Auch kreatives Tun kann beruhigend wirken: Malen, Schreiben, Gärtnern, Musik hören, etwas mit den Händen machen. Du brauchst kein bestimmtes Ziel – es reicht, den Fokus auf etwas anderes zu lenken. Gerade im Frühling fällt das oft leichter: Die Natur erwacht, überall gibt es etwas zu sehen, zu riechen, zu entdecken.
Wenn du merkst, dass dir alles zu viel wird und du zu gar nichts mehr Lust hast, ist es umso wichtiger, dich aufzuraffen. Geh nach draußen, such den Kontakt zur Natur – oder zu anderen Menschen. Beides kann dich wieder ins Spüren bringen.
Manchmal hilft es auch, die eigenen Gedanken in Worte zu fassen, um wieder klarer zu sehen. Schreib einfach auf, was dir durch den Kopf geht – ganz ungefiltert. Und dann leg es beiseite.

Du bist nicht allein
Viele Menschen fühlen sich gerade ähnlich wie du. Auch wenn es im Außen oft so aussieht, als würden alle „gut klarkommen“ – das stimmt selten. Es ist vielleicht nur ein kleiner Trost, aber manchmal hilft allein der Gedanke: Ich bin mit meinen Gefühlen nicht allein.
Das wichtigste ist aber: Sei freundlich zu dir selbst. Du darfst dich schützen. Du darfst müde sein. Und du darfst trotzdem noch lachen, genießen, durchatmen.
Kleiner Impuls für heute:
Was würde dir jetzt gerade guttun? Etwas Warmes trinken? Eine kleine Pause? Musik? Bewegung?
Erlaube dir genau das!